An diesem Samstag den 13.6. fand wieder das alljährliche Lunatic Festival statt. Es wurde in diesem Jahr sogar noch mehr Wert auf den Umweltschutz gelegt als zuvor. Es gab nur Bio-Essen und selbst das Papier für Plakate und Flyer war ausschlieslich umweltfreundlich recyceltes. Meine persönlichen Höhepunkte waren Mono & Nikitaman und Supershirt, die beide eine super Show abgeliefert haben. De la Soul hingegen lies die Fans am Anfang erst sehr lange warten, den Fotografen wurde mitgeteilt, dass sie keine Fotos machen dürften, was aber später wieder revidiert wurde und Höhepunkt der Star-Allüren war die Forderung vor dem Auftritt in einem Restaurant zu essen, statt dem normalen Catering Essen, was alle anderen Bands auch bekamen und für die Gangster aus New York anscheinend nicht gut genug war. Das Publikum wirkte im Vergleich zum letzten Jahr wie ausgewechselt. Wo waren die vielen netten Indie Leute geblieben? Stattdessen traf man in diesem Jahr auf Möchtegern Hip Hop Gangster. Lobenswert ist hingegen das Engagement der Amnesty Gruppe der Herderschule Lüneburg, die sich für mehr Frauenrechte einsetzt und das Pfand der gespendeten Plastikbecher an Frauen in Kenia spendet welche Opfer von häuslicher und sexueller Gewalt wurden und dort im Krankenhaus behandelt werden.
Das beste an der Aftershow Party war die Musik. Zum tanzen kam man leider nicht. Ständig drängelten sich rücksichtslos irgendwelche Yuppies oder Atzen durch die Menge. Das Vamos war leider viel zu voll um wirklich zu tanzen, obwohl man eigentlich zu der guten Musik von Moonbootica sehr gerne getanzt hätte.
Bleibt zu hoffen, dass nächstes Jahr wieder mehr Indie Bands auftreten werden und wieder ein eher alternatives studentisches Publikum kommt. Wenn das Festival überhaupt noch stattfinden kann. Denn dort wo das Festival bis jetzt immer stattfand, soll nach dem Willen der Uni-Leitung unter Hr. Spoun und Hr. Keller das neue Audimax mit einem Hotel und Wohnungen gebaut werden. Damit wäre die Lüneburger Leuphana Uni dann einen Schritt weiter in Richtung Yuppiefizierung, welche die Uni-Leitung versucht zu forcieren. Leuphana soll zur Elite gehören. Ein alternatives Festival oder ein Sozialpädagogik Studiengang (für den Lüneburg bekannt war) stören da nur die kleine heile Welt der Uni-Leitung. Vermutlich deswegen waren sie auch nicht zur Pressekonferenz erschienen. Es hätten ja unangenehme Fragen gestellt werden können wie zum Beispiel wo das Lunatic in Zukunft stattfinden soll, wenn dann an der Stelle das Audimax bald steht (wenn es tatsächlich finanziert werden sollte).







